Ja, Tabak schadet der Umwelt.

Jährlich werden 200.000 Hektar Tropenwald für die Zigarettenproduktion abgeholzt. Neben dem Holzbedarf für Zigarettenpapier und -verpackung wird im Tabakanbau viel Holz benötigt.

Virginia-Tabak, Hauptbestandteil der beliebten American-Blend-Zigaretten, wird im so genannten flue curing-Verfahren getrocknet. Eine Woche lang hängen die grünen Blätter in Schuppen über heißen Röhren. Damit die Luft im Schuppen durchgehend die geeignete Temperatur hat, werden die Röhren rund um die Uhr durch Holzfeuer erhitzt. Holzplantagen existieren nicht, so dass die Tabakbäuerinnen und -bauern dafür große Naturwaldflächen roden.

Da Tabak viele Nährstoffe benötigt, sind die Böden schon nach wenigen Jahren ausgelaugt. Deshalb werden in Ländern wie zum Beispiel Tansania auch für die Erschließung neuer immer mehr Waldflächen gerodet Mit dem Wald verschwinden wichtige Lebensgrundlagen für Pflanzen, Tiere und Menschen.

Für den Anbau von Tabak wird außerdem eine Vielzahl an Chemikalien benötigt. „Die [Tabakpflanzen] wachsen buchstäblich im Gift“, sagt José Puchkovski, Tabakbauer in Brasilien. Manche der verwendeten Chemikalien sind so giftig, dass 0,01 Gramm davon für Menschen tödlich sind. Sie sind krebserregend, schädigen das Erbgut und vergiften Luft, Wasser und Erde.

Und schließlich landen die Zigarettenkippen häufig einfach auf dem Boden. Sie schaden der Umwelt, denn sie sind aus Plastik, enthalten giftige Stoffe und gelangen übers Land in die Meere.