Auf unterschiedlichen Ebenen können einzelne Menschen, Gruppen, Staaten oder die internationale Gemeinschaft den Problemen der Tabakproduktion begegnen. Es ist Zeit zu handeln – wir stellen einige Ideen vor.
Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern
Mit wenigen Maßnahmen kann schon eine wesentliche Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Tabakpflanzer_innen herbei geführt werden.
- Transparente Verträge zwischen Tabakkonzernen und Tabakpflanzer_innen
- Grundrechte für Arbeiter_innen auf Tabakplantagen (z.B. schriftliche Verträge, sauberes Trinkwasser, angemessene Bezahlung)
- Verbesserte Aufklärung über Gesundheitsgefahren, Schutzkleidung und Waschmöglichkeiten
- Wiederaufforstung mit einheimischen Baumarten in abgeholzten Gebieten
- Bezahlung höherer Preise für Rohtabak
Die Tabakindustrie sollte dafür finanziell in die Pflicht genommen werden. Doch die Konzerne sollten die Maßnahmen nicht selbst durchführen, denn sonst könnten sie diese Projekte zu Werbezwecken missbrauchen.
Auf Dauer hilft nur der Ausstieg
Die Perspektive auf eine Zukunft jenseits von Armut und Abhängigkeit eröffnet sich für die Tabakarbeiter_innen nur durch den Ausstieg aus dem Tabakanbau. Um die ersten Schritte dorthin möglich zu machen, sollten Tabak anbauende Staaten
- die Entschuldung von Tabakbauern und -bäuerinnen fördern
- Programme ins Leben rufen, um alternative Anbauprodukte zu fördern
- andere alternative Arbeitsstellen fördern
Die internationale Unterstützung, die durch die Tabakkontrollkonvention zugesichert wird, werden Staaten wie Malawi aufgrund der großen Abhängigkeit vom Tabakexport dringend benötigen.
Schon heute gibt es in verschiedenen Ländern Projekte, die den Ausstieg aus dem Tabakanbau zum Ziel haben und erfolgreich umgesetzt werden.