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Länderprofil Kenia

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1963 erlangte Kenia die Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft. Bis 1898 hatte auch das deutsche Reich einige Gebiete des heutigen Kenia in Besitz genommen. Seit 2002 ist Mwai Kibaki Präsident. Aus den Wahlen im Dezember 2007 ging er offiziell erneut als Sieger hervor, Vorwürfe der Wahlmanipulation führten zu Monate langen Unruhen. Durch internationale Vermittlung wurde dennoch eine Regierung unter Kibaki gebildet.

Neben Tee, Rosen und Kaffee gehört auch Tabak zu den kritischen Exportgütern. In einigen Gegenden Kenias ist Tabakanbau eine Konkurrenz zum Anbau von Nahrungsmitteln geworden. Viele Kleinbauern und -bäuerinnen, die von British American Tobacco Kenia (BATK) mit dem Versprechen von hohen Profiten gelockt wurden, haben anstelle von Mais oder Zuckerrohr Tabak gepflanzt. Schon nach einer Saison waren sie in der Schuldenfalle. Sämtliche Produktionsmittel und Kredite mussten sie zu überteuerten Preisen von BATK beziehen. Am Ende der Saison wurde der “Kredit” mit der Ernte gegengerechnet. Die daraus folgenden Schulden banden die Tabakpflanzer_innen an BATK. Noch mehr Flächen und Zeit wurden für den Tabakanbau aufgewendet – die Folge: Nahrungsmittelknappheit. 1

Kenia leidet seit Jahrzehnten unter den Folgen von nicht-nachhaltiger Landwirtschaft. Hauptprobleme sind Bodenerosion und Wasserknappheit. Hier setzt die Arbeit des Green Belt Movement ein, gegründet 1977 von Wangari Maathai, der ersten Umweltaktivistin, die 2004 den Friedensnobelpreis erhielt.2

  1. Christian Aid: Behind the Mask. London 2004.
  2. Green Belt Movement. http://gbmna.org

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